Testbericht: brother ScanNCut DX1200 und DX1000

Testbericht: brother ScanNCut DX1200 und DX1000

 

Das Flaggschiff unter den CraftPlottern stellt derzeit der brother ScanNCut DX1200 bzw. der DX1000 dar.

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In einem schönen und gelungenen Design steckt High-Tech vom Feinsten. Einen ersten Eindruck erhält man schon beim Auspacken und Anschließen des Plotters. Der DX1200 fühlt sich sehr wertig und robust an. Die massive Klappe, welche das Geräteinnere sicher vor Verstauben und mechanische Einflüsse schützt, lässt sich leicht öffnen und dient nun als Unterstützung für die Schneidematte. Gleichzeitig bietet sie mal so richtig großen Stauraum für die typischen Werkzeuge.

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Das Farb-Display ist hochauflösend und ist per Stift oder auch einfach nur per Finger sehr leicht zu bedienen. Das Menü ist mit vielen bunten Symbolen gut zu verstehen.

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Als technisch versierter Mensch fiel mir sofort die starke Antriebswelle mit (endlich) gummierten Walzen mit großem Radius auf. Klingt belanglos, sorgt jedoch für präzisen Transport des Schneidematerials und letztendlich zur besseren Schneidequalität. So wird es seit vielen Jahren bei Profiplottern gemacht. Außerdem ist die rechte Andruckwalze auf A4 Querformat nun verschiebbar. Was man nicht sieht und ebenso kaum hört, sind die extrem leisen Antriebsmotoren. Hier wurden nun die etwas teureren Servomotoren anstelle der üblichen billigen und lauten Steppermotoren verbaut. Auch dies führt zu mehr Schneidepräzision. Das Geräusch der Servomotoren ist einfach wohltuend angenehm.

Ein kleines aber wie finde gutes Detail ist der Stromanschluss. Beim brother DX1000 und DX1200 hat man das lästige externe Netzteil einfach im Gerät verschwinden lassen. Es wird nun ein Kaltgeräteanschlusskabel verwendet. Der Arbeitsplatz ist damit etwas aufgeräumter.

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Mein erster Schnitt soll die in der Plottermustersammlung zu findende Geschenkebox sein. Verwendet habe ich einen 300 Gramm Karton, den ich auf der leicht klebende Schneidematte fixiert habe. Beim Laden der Matte hört man die leise surrenden Motoren. Nun wähle ich die Geschenkebox aus, lasse alle Einstellungen auf Automatik und drücke den Startknopf.

Zu Beginn verfährt der Kopf vor dem Karton hin und her und misst sich ein. Und schon geht es los. Zunächst wird die Perforierung (Faltkanten), dann die Außenkontur geschnitten. Und alles für Hobbyplotterverhältnisse in hoher Geschwindigkeit. Ich muss es an dieser Stelle nochmals erwähnen, die Antriebsmotoren produzieren einen derart angenehmen Sound, dass man gerne zuhört und sich auf das Ergebnis freut. Während des gesamten Plots erscheint ein Fortschrittsbalken, der die restliche Bearbeitungszeit angibt. Eine sehr sinnvolle Einrichtung.

Nach kurzer Zeit ist der Schnitt beendet und ich entlade die Matte. Die Geschenkeverpackung wurde perfekt geschnitten. Andruck, Geschwindigkeit und Messerlänge wurden perfekt von der Automatik gesteuert. Ich bin begeistert.


Fazit: Mit der DX Serie (DX1000 und DX1200) ist brother der große Wurf gelungen. Es macht Spaß mit dem Plottervollautomaten zu arbeiten. Die Messerautomatik funktioniert ausgezeichnet.

Mit seiner ca. 1,2 kg Anpresskraft bekommt man die meisten üblichen Materialien geschnitten, da ist jede Menge Reserve. Diese Kraft sorgt auch für exzellente Ergebnisse beim Prägen. Hierzu ist das optionale Prägeset BT Embossing Starter Kit nötig.

Die bei den älteren Modellen übliche Scanvorrichtung wurde beim DX1000 und Dx1200 modernisiert und mit einem hochauflösenden 600 dpi Scanner ausgestattet.

Ebenso drastisch verbessert wurde der Tiefschneidebereich. Es können nun Materialien bis zu 3mm Stärke verarbeitet werden.

Und noch ein Highlight: Es ist nun eine Rollabwickeleinheit für die beiden Modelle verfügbar, die nun auch lange Plots verarbeiten lässt.

Die WLAN Anschlussmöglichkeit ist einfach genial. In wenigen Handgriffen befindet sich der DX1200 im hauseigenen WLAN und kann von verschiedenen Arbeitsstationen aus betrieben werden. Kein Kabelsalat mehr.